Fortnite kommt auf Linux, aber noch nicht, und zunächst nicht auf das Steam Deck. Am 14. Oktober hat Epic angekündigt, Easy Anti-Cheat, den Anti-Cheat von Fortnite, als „EAC Linux v2“ neu aufzubauen, dass Fortnite das erste Spiel ist, das ihn testet, und dass Fortnite danach über den Epic Games Launcher auf Linux kommt, der seit demselben Tag als Vorschau nativ unter Linux läuft. Ein Datum hat Epic nicht genannt. Bis dahin spielt ihr Fortnite unter Linux oder auf dem Steam Deck über die Cloud: kostenlos, im Browser, mit Xbox Cloud Gaming.
Was Epic am 14. Oktober angekündigt hat
- Warum Fortnite heute nicht auf Linux läuft: Easy Anti-Cheat unterstützt native Linux-Spiele seit 2014 und Windows-Spiele über Wine oder Proton seit 2021, aber jedes Spiel muss das selbst aktivieren, und laut Epic war der Schutz unter Linux schwächer als unter Windows. In Epics Worten: „Deshalb ist Fortnite noch nicht auf Linux verfügbar, aber es kommt.“
- EAC Linux v2: ein Schutz, der „viel näher an Windows“ liegt, gebaut auf Sicherheitsfunktionen, die Linux schon hat, statt auf einem eigenen Treiber. Ein Anti-Cheat-Dienst startet mit einem geschützten Spiel und endet, wenn ihr es beendet.
- Fortnite zuerst: Epic will „EAC Linux v2 zuerst in Fortnite erproben“, im laufenden Spiel, es verbessern und dann anderen Entwicklern anbieten.
- Über den Epic Games Launcher: Sobald EAC Linux v2 mit „einer kritischen Masse“ an Distributionen funktioniert, bringt Epic Fortnite über seinen neuen Launcher auf Linux, dessen Vorschau nativ unter Ubuntu 22.04 LTS oder neuer, Fedora 43 oder neuer und Debian 12 oder neuer läuft.
- Kein Datum: Epic spricht schon jetzt die Betreuer der Linux-Distributionen an und veranstaltet noch in diesem Jahr eine Podiumsdiskussion mit Fedora-Projektleiter Jef Spaleta.
Was euer PC brauchen wird
Epic nennt acht Voraussetzungen, die beim Start eines geschützten Spiels geprüft werden:
| Voraussetzung | In der Praxis |
|---|---|
| Signierter Kernel und signierte Module | Der Kernel eurer Distribution, signiert mit einem Schlüssel, den Epic anerkennt; Treiber außerhalb des Kernels, etwa der von NVIDIA, ebenso signiert |
| TPM 2.0 | In aktuellen PCs vorhanden; es muss im BIOS aktiviert sein |
| Secure Boot | Im BIOS aktiviert, nur mit anerkannten Schlüsseln |
| Measured Boot | Machen GRUB und systemd-boot standardmäßig |
| IOMMU | Im BIOS und im Kernel aktiviert, ohne Passthrough (auf Handhelds nicht verlangt) |
| Kernel-Lockdown | Integritätsmodus beim Start eingeschaltet |
| kexec | Beim Start deaktiviert |
| BPF LSM | Geladen und aktiv |
Epic erkennt die Signaturschlüssel von Ubuntu und darauf aufbauenden Systemen wie Linux Mint an, von Fedora, Universal Blue (Bazzite, Bluefin, Aurora), Debian, openSUSE, SUSE Linux Enterprise, Rocky Linux und AlmaLinux sowie den Microsoft-Schlüssel, der den Bootloader shim signiert. Die Liste soll für die Community geöffnet werden.
Ihr müsst diese Einrichtung nicht dauerhaft behalten: Ein eigener Booteintrag mit diesen Einstellungen reicht für die Zeit, in der ihr spielt. Und wenn ihr das Spiel ohne sie startet, seht ihr laut Epic nur eine Fehlermeldung, nie eine Sperre.

